Presseinfos

Archaeopteryx Nr. 11 – der „Urvogel“ zu Besuch im Senckenberg

Vor rund 150 Millionen Jahren herrschten in Mitteleuropa feuchtwarme Bedingungen. Das heutige Altmühltal in Bayern war geprägt von ausgedehnten Lagunen, deren Ränder von Korallenriffen und Inseln gesäumt waren. In den wannenförmigen Vertiefungen zwischen den Riffbauten lagerte sich feinkörniger Kalkschlamm ab, der sich über Jahrmillionen zu den heutigen Solnhofener Plattenkalken verfestigte. In diesen sind bemerkenswert gut erhaltene Fossilien konserviert – allen voran der „Urvogel“ Archaeopteryx. Insgesamt 13 Exemplare wurden bisher gefunden. Das 11. Exemplar zeichnet sich durch sein einzigartig erhaltenes Federkleid aus und wird nun in der Schatzkammer des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt gezeigt. Er ist Teil des neuen Ausstellungsbereichs „Gefiederte Dinosaurier“, der die wissenschaftliche Diskussion beleuchtet, ob Vögel Dinosaurier sind.

Die Ausstellung stellt den Archaeopteryx und seinen Lebensraum am Rand der Plattenkalklagunen des Bayerischen Altmühltales vor. Dabei werden neueste Erkenntnisse aus der paläontologischen Forschung berücksichtigt. Es wurden unter anderem Modelle des „Urvogels“ nach dem aktuellen Stand der Forschung angefertigt und eine Computeranimation stellt seine Bewegungsmuster dar. Der Weg vom landlebenden Raubsaurier hin zum heutigen Vogel wird Schritt für Schritt erörtert: vom Knochenbau über die Evolution der Vogelfeder bis hin zu den ältesten echten fossilen Vögeln aus China.

„In diesem Ausstellungsbereich wird der Dreiklang sehr gut sichtbar, der uns bei Senckenberg so viel bedeutet“, erklärt Direktoriumsmitglied Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese bei der Ausstellungseröffnung. „Hier kommen die Expertise unserer Wissenschaftler, wertvolle Objekte aus unseren Sammlungen sowie gesellschaftliches Engagement zusammen“, fährt sie fort. Dabei dankt sie der Lipoid-Stiftung für die Ermöglichung der Ausstellung und Herrn Horst Weiser für die Spende von zwei fossilen Flugsauriern. Die Lipoid-Stiftung, bei der Eröffnung vertreten durch Dr. Herbert Rebmann, fördert unter anderem die archäologische Forschung und das allgemeine Interesse der Öffentlichkeit an deren Ergebnissen. „Wir freuen uns, dass das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt ein Exemplar des seltenen und weltweit bekannten Archaeopteryx nun in einer anspruchsvollen und gelungenen Form präsentiert, die viele Besucher begeistern wird“, so Rebmann.

Projektleiter Philipe Havlik erläutert beim Rundgang durch die Ausstellung die verschiedenen didaktischen Ebenen. Erwachsene und Kinder können sich die zentralen Aussagen der Ausstellung auf unterschiedlichen Wegen erschließen – über Grafiken, Texte und Objekte. „Besonders wichtig bei der Konzeptionierung des Ausstellungsbereichs war uns, auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft zu sein“, erklärt Havlik. „In diesem Jahr sind gleich mehrere wissenschaftliche Publikationen dem Thema erschienen, die wir allesamt in der Ausstellung berücksichtigt haben – der 13. Archaeopteryx wurde sogar erst während unserer Vorbereitungsarbeiten entdeckt“, berichtet Havlik.

Wie schon die aktuelle Ausstellung „Korallenriffe – bedrohte Schätze der Ozeane“ ist auch der neue Ausstellungsbereich „Gefiederte Dinosaurier“ thematisch ein Vorgriff auf das geplante Neue Museum. „Wir werden den Ausstellungsbereich „Gefiederte Dinosaurier“ in das Neue Museum übernehmen, wo wir das Thema Fossillagerstätten eingehend beleuchten werden“, erklärt Bernd Herkner, Leiter Abteilung Museum im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum. Der Umbau erfolgt modular und startet im Bestandsbau des Museums. Der erste Raum zum Thema „Tiefsee“ wird bereits im nächsten Jahr eröffnet. Es folgt der Raum „Korallenriff“, der ab 2020 zu sehen sein wird.

Die Ausstellung wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung der

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Das 11. Exemplar des Urvogels Archaeopteryx wurde Senckenberg durch die Interprospekt AG zur Verfügung gestellt. Es befindet sich in einer Privatsammlung, die von der Interprospekt AG betreut wird.

Das Fossil des Flugsauriers Rhamphorhynchus wurde Senckenberg von Herrn Horst Weiser geschenkt.

Kontakt

Philipe Havlik
Projektleiter
Zentrale Museumsentwicklung
Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Tel. 069 – 7542 1224
philipe.havlik@senckenberg.de

Anna Lena Schnettler
Pressestelle
Senckenberg Gesellschat für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1561
lena.schnettler@senckenberg.de

Das Originalexponat Archaeopteryx Nr.11 aus den Solnhofener Plattenkalken. Copyright: Senckenberg/Tränkner

Das Originalexponat Archaeopteryx
Nr.11 aus den Solnhofener Plattenkalken.
Foto: Senckenberg/Tränkner

Für die Ausstellung „Gefiederte Dinosaurier“ wurde eine Computeranimation des Archaeopteryx erstellt – ausgehend von den Erkenntnissen über das Gefieder am 11. Exemplar. Copyright: Die Infografen

Für die Ausstellung „Gefiederte
Dinosaurier“ wurde eine Computeranimation
des Archaeopteryx erstellt – ausgehend
von den Erkenntnissen über das Gefieder
am 11. Exemplar.
Foto: Die Infografen

Flugsaurier Rhamphorhynchus – zu sehen im neuen Ausstellungsbereich „Gefiederte Dinosaurier“. Copyright: Senckenberg/Tränkner

Flugsaurier Rhamphorhynchus – zu
sehen im neuen Ausstellungsbereich
„Gefiederte Dinosaurier“.
Foto: Senckenberg/Tränkner

Projektleiter Philipe Havlik, Direktoriumsmitglied Katrin Böhning-Gaese und Bernd Herkner, Leiter Abteilung Museum beim Rundgang durch den neuen Ausstellungsbereich „Gefiederte Dinosaurier“. Copyright: Senckenberg/Neunzehn

Projektleiter Philipe Havlik, Direktoriumsmitglied Katrin Böhning-Gaese und Bernd Herkner, Leiter Abteilung Museum beim Rundgang durch den neuen Ausstellungsbereich „Gefiederte Dinosaurier“.
Foto: Senckenberg/Neunzehn

Die Pressebilder können kostenfrei für redaktionelle Berichterstattung zu dieser Pressemeldung verwendet werden unter der Voraussetzung, dass der genannte Urheber mit veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zulässig.

Im Rahmen des „Projekt Senckenberg – Neues Museum“ wird die Grundfläche des Frankfurter Naturmuseums erweitert. Dabei entstehen die vier neuen Ausstellungsbereiche Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Der Umbau des Museums erfolgt modular und ist so geplant, dass auch während der Bauphasen große Teile des Museums geöffnet bleiben. Für die große Um- und Neubauaktion wird eine Summe von 56 Millionen Euro benötigt, die über die  Fundraising-Kampagne unter dem Slogan „Die Welt baut ihr Museum“ gesammelt wird. Mehr unter: www.die-welt-baut-ihr-museum.de

 Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Lioaningotitan – ein Riesen-Geschenk für Senckenberg

Frankfurt, 03.07.2018. Seit heute ist im THE SQUAIRE am Flughafen Frankfurt der Abguss eines Langhalsdinosauriers zu bestaunen. Prof. Dr. Sun Ge, Gründungsdirektor des Paleontological Museum of Liaoning in China, überreichte Senckenberg die Replik eines 12 Meter langen und 6 Meter hohen Liaoningotitan-Skeletts als ein nachträgliches Geschenk zum 200. Jubiläum. Der pflanzenfressende Dinosaurier wurde bisher noch nie außerhalb Chinas gezeigt. Sein neues Quartier bezieht er zunächst im THE SQUAIRE (Ebene 5, THE SQUAIRE West), wo er voraussichtlich bis April 2019 als Botschafter für den Umbau des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt wirbt.

 

„Dino-Geschenke“ haben bei Senckenberg Tradition: Zum Einzug in das aktuelle Museumsgebäude hatte Senckenberg 1907 den berühmten Diplodocus, der heute im Lichthof des Museums steht, geschenkt bekommen. Prof. Sun Ge, Direktor eines der größten chinesischen Forschungsmuseen, greift diese Tradition auf und hat einen Abguss des Lioaningotitan sinensis für Senckenberg anfertigen lassen. Mit dem Geschenk würdigt er die längjährige sehr gute Zusammenarbeit mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, die er im Gebiet Liaoning weiter fortführen möchte.

„Wir sind sehr dankbar für dieses besondere Geburtstagsgeschenk“, freut sich Senckenberg-Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger. „Deutschlandweit zeigen wir die meisten Dino-Gattungen in unserem Frankfurter Naturmuseum. Der Liaoningotitan ist jetzt die Zwanzigste“, fährt er fort. Wegen der Umbaumaßnahmen rund um das Museum steht der neue Dinosaurier zunächst im THE SQUAIRE am Flughafen Frankfurt. „Wir wünschen uns, dass der Titan Werbung für die großen Umbaumaßnahmen unseres Frankfurter Museums macht und vielleicht noch den einen oder anderen Unterstützer für unser Projekt gewinnt“, erklärt Mosburgger. Er dankte auch THE SQUAIRE für die Beherbergung des Langhalssauriers und für die Ermöglichung der Ausstellung.

1,2 Tonnen wog die Lieferung des Titans aus China. In drei großen Holzkisten wurde der Abguss angeliefert, der aus circa 100 einzelnen Teilen besteht und zwei Tage lang im THE SQUAIRE zusammen gebaut wurde. Der frühkreidezeitliche Liaoningotitan sinensis zählt mit 12 Meter Länge zu den größten seiner Gruppe in China und ist ca. 120 Millionen Jahre alt. Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, hebt die Besonderheit der Fundstätte in Liaoning hervor. „Die Yixian-Formation, aus der auch der Liaoningotitan stammt, hat in ihrer Vielfalt neue

spektakuläre wissenschaftliche Erkenntnisse ermöglicht – vor allem wegen der Funde von gefiederten Dinosauriern“, so Herkner. „Hier wurden außer Dinosauriern auch fossile Säugetiere, Fische, Spinnen, Käfer, Libellen, Reste von Nadelbäumen und sogar Blütenpflanzen entdeckt“, fährt er fort und nennt die Replik eine Bereicherung der Dino-Sammlung Senckenbergs.

In Anerkennung der besonderen wissenschaftlichen Leistungen und seiner engen Verbundenheit mit Senckenberg, ernannte Mosbrugger Museumsdirektor Sun Ge zum Korrespondierenden Mitglied der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Er würdigte Sun Ge als exzellenten, international ausgewiesenen Paläontologen, der Senckenberg mehrere Expeditionen und Geländearbeiten im Mesozoikum und Alttertiär in China ermöglicht hat. Umgekehrt habe Senckenberg, insbesondere die Abteilung Messelforschung, Prof. Sun Ge beim Aufbau des großen neuen Paläontologischen Museums von Liaoning unterstützt.

Prof. Thomas Martin schloss sich der Würdigung Sun Ges an und überreichte ihm im Namen des Steinmann-Instituts der Universität Bonn eine Urkunde als Anerkennung für die langjährige wissenschaftliche Kooperation in der Paläontologie.

Mit freundlicher Unterstützung von

square

Kontakt

Philipe Havlik
Projektleiter
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1224
philipe.havlik@senckenberg.de

Dr. Sören Dürr
Anna Lena Schnettler
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1561
pressestelle@senckenberg.de

Das Liaoningotitan-Skelett kam mit 1,2 Tonnen Liefergewicht in Frankfurt an und besteht aus circa 100 Einzelteilen. Copyright: Senckenberg / Neunzehn

Das Liaoningotitan-Skelett kam mit 1,2 Tonnen Liefergewicht in Frankfurt an und besteht aus circa 100 Einzelteilen.
Foto: Senckenberg / Neunzehn

 

Drei Mitarbeiter des Paleontological Museum of Liaoning, China halfen beim Aufbau des Dinos im THE SQUAIRE am Flughafen Frankfurt Copyright: Senckenberg / Neunzehn

Drei Mitarbeiter des Paleontological Museum of Liaoning, China halfen beim Aufbau des Dinos im THE SQUAIRE am Flughafen Frankfurt
Foto: Senckenberg / Neunzehn

 

Professor Hu vom Paleontological Museum of Liaoning unterstützt beim Aufbau des besonderen Geburtstagsgeschenks. Copyright: Senckenberg / Neunzehn

Professor Hu vom Paleontological Museum of Liaoning unterstützt beim Aufbau des besonderen Geburtstagsgeschenks.
Foto: Senckenberg / Neunzehn

 

Der Langhalsdino ist bis April 2019 im THE SQUAIRE am Flughafen Frankfurt zu besichtigen, wo er für den Umbau des Senckenberg Naturmuseums wirbt. Copyright: Senckenberg / Neunzehn

Der Langhalsdino ist bis April 2019 im THE SQUAIRE am Flughafen Frankfurt zu besichtigen, wo er für den Umbau des Senckenberg Naturmuseums wirbt.
Foto: Senckenberg / Neunzehn

 

Generaldirektor Volker Mosbrugger ernennt Museumsdirektor Sun Ge zum Korrespondierenden Mitglied der Senckenberg Gesesllschaft für Naturforschung. Foto: Semckenberg / Tränkner

Generaldirektor Volker Mosbrugger ernennt Museumsdirektor Sun Ge zum Korrespondierenden Mitglied der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.
Foto: Senckenberg / Tränkner

Im Rahmen des „Projekt Senckenberg – Neues Museum“ wird die Grundfläche des Frankfurter Naturmuseums erweitert. Dabei entstehen die vier neuen Ausstellungsbereiche Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Der Umbau des Museums erfolgt modular und ist so geplant, dass auch während der Bauphasen große Teile des Museums geöffnet bleiben. Für die große Um- und Neubauaktion wird eine Summe von 56 Millionen Euro benötigt, die über die Fundraising-Kampagne unter dem Slogan „Die Welt baut ihr Museum“ gesammelt wird. Mehr unter: www.die-welt-baut-ihr-museum.de .

 Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Dino-Woche bei Senckenberg: Freude über zwei neue Dinosaurier

In der ersten Juli-Woche erhält Senckenberg den Abguss eines Liaoningotitan-Skeletts und zeigt das Originalfossil eines Archaeopteryx im Museum.

Prof. Dr. Sun Ge, Direktor des Paleontological Museum of Liaoning in China, überreicht Senckenberg am 3. Juli ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk zum 200. Jubiläum: den Abguss eines 12 Meter langen und 6 Meter hohen Liaoningotitan-Skeletts. Der pflanzenfressende Dinosaurier zählt zu den Langhalssauriern und wurde noch nie außerhalb Chinas gezeigt. Sein neues Quartier bezieht er zunächst im THE SQUAIRE am Flughafen Frankfurt, wo er am 3. Juli feierlich enthüllt wird. Hier steht er als Botschafter und wirbt für den Umbau des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt.

Am 6. Juli wird der neue Ausstellungsbereich „Gefiederte Dinosaurier“ im Senckenberg Naturmuseum eingeweiht. Hier ist ab diesem Tag u.a. ein Originalfossil des „Urvogels“ Archaeopteryx zu bestaunen – ein neuer Gast in der Senckenberg-Dinosaurier-Familie. T. rex, Diplodocus & Co begrüßen die neuen Senckenberg-Dinos auch in den Sozialen Medien unter dem Hashtag #IchBaueMit. Zum Auftakt der Dino-Woche erhalten am 2. Juli alle als Dinosaurier verkleideten Museumsbesucher freien Eintritt ins Senckenberg Naturmuseum Frankfurt.

 

Im Rahmen der Dino-Woche laden wir Sie herzlich zu zwei Presseterminen ein:

 

Termin 1: Enthüllung des Liaoningotitans im THE SQUAIRE

am:      Dienstag, den 3. Juli 2018, 11 Uhr

im:       THE SQUAIRE am Flughafen Frankfurt

(Ebene 5 THE SQUAIRE West), 60549 Frankfurt
Informationen zu Anreise und Parkmöglichkeiten finden Sie unter
 www.thesquaire.com

 

Grußworte und Beiträge:

Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger

Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

 

Dr. Bernd Herkner 

Leiter Abteilung Museum, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt

 

Prof. Dr. Thomas Martin

Lehrstuhl für Paläontologie an der Universität Bonn

Prof. Dr. Sun Ge

Director Paleontological Museum of Liaoning, VR China

Termin 2: Pressevorbesichtigung

des neuen Ausstellungsbereichs „Gefiederte Dinosaurier“ mit dem Originalfossil eines Archaeopteryx im Senckenberg Naturmuseum

 

am:      Freitag, den 6. Juli 2018, 11 Uhr

im:       2. Lichthof des Senckenberg Naturmuseum,

Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt am Main

 

Grußworte

Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese

Direktorin Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum (SBiK-F) und Direktoriumsmitglied Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Dr. Herbert Rebmann

Lipoid-Stiftung

Dr. Bernd Herkner 

Leiter Abteilung Museum, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt

Im Anschluss Rundgang mit Projektleiter Philipe Havlik durch den neuen Ausstellungsbereich.

 

Über eine kurze Antwort an pressestelle@senckenberg.de, ob Sie an den Terminen teilnehmen möchten, würden wir uns sehr freuen.

 

Weitere Informationen zur Ausstellung des Liaoningotitans und zu der Ausstellung „Gefiederte Dinosaurier“ mit dem Archaeopteryx Nr. 11 finden Sie im Folgenden.

Lianoningotitan – ein Geburtstagsgeschenk für Senckenberg

Ab dem 3. Juli 2018 ist im The Squaire am Flughafen Frankfurt (Ebene 5 The Squaire West) der Abguss des Lianoningotitan-Skeletts zu bestaunen.

In der Kreidezeit (vor 145-66 Millionen Jahren) besiedelten riesige Langhalssaurier alle Kontinente: die Titanosaurier. Der größte Vertreter (Argentinosaurus) erreichte eine Länge von 40 Meter und 80 Tonnen Lebendgewicht. Der frühkreidezeitliche Liaoningotitan sinensis zählt mit „nur“ 12 Meter Länge zu den größten seiner Gruppe in China und mit einem Alter von 120 Millionen Jahren zu den ältesten der Erde. Zu Lebzeiten fraß Liaoningotitan – wie alle Titanosaurier – ausschließlich Pflanzen. Das Original dieses Skeletts befindet sich am Paleontological Museum of Liaoning in China. Die ausgestellte Replik wurde dem Senckenberg Naturmuseum Frankfurt zu seinem 200. Geburtstag 2017 geschenkt und wird nun erstmals außerhalb von China ausgestellt.

Mit freundlicher Unterstützung von

 square

Nr. 11 – der Urvogel zu Besuch im Senckenberg

Ab dem 6. Juli 2018 neu in der Dauerausstellung des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt: Achaeopteryx Nummer 11 aus den Solnhofener Plattenkalken

Vor rund 150 Millionen Jahren herrschten in Mitteleuropa feuchtwarme Bedingungen. Das heutige Altmühltal in Bayern war geprägt von ausgedehnten Lagunen, deren Ränder von Korallenriffen und Inseln gesäumt waren. In den wannenförmigen Vertiefungen zwischen den Riffbauten lagerte sich feinkörniger Kalkschlamm ab, der sich über Jahrmillionen zu den heutigen Solnhofener Plattenkalken verfestigte. In diesen sind bemerkenswert gut erhaltene Fossilien konserviert – allen voran der „Urvogel“ Archaeopteryx. Insgesamt 13 Exemplare wurden bisher gefunden. Das 11. Exemplar zeichnet sich durch sein einzigartig erhaltenes Federkleid aus und wird nun in der Schatzkammer des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt gezeigt.

Rund um dieses wertvolle Originalexponat entsteht ein Ausstellungsraum, der den Archaeopteryx und seinen Lebensraum am Rand der Plattenkalklagunen des Bayerischen Altmühltales vorstellt. In diesen neuen Themenbereich des Museums fließen neueste Erkenntnisse aus der paläontologischen Forschung ein. Für ihn wurden unter anderem Modelle des „Urvogels“ nach dem aktuellen Stand der Forschung angefertigt und eine Computeranimation stellt seine Bewegungsmuster dar. Der Weg vom landlebenden Raubsaurier hin zum heutigen Vogel wird Schritt für Schritt erörtert: vom Knochenbau über die Evolution der Vogelfeder bis hin zu den ältesten echten fossilen Vögeln aus China.

Der neu gestaltete Themenbereich „Gefiederte Dinosaurier“ befindet sich zwischen dem Dino-Saal und dem Saal der Wale und Elefanten und gibt einen Vorgeschmack auf das Neue Museum, in das er nach Fertigstellung des Museums-Umbaus integriert werden wird.

Die Ausstellung wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung der

lipoid

Das 11. Exemplar des „Urvogels“ Archaeopteryx wurde Senckenberg durch die Interprospekt AG zu Verfügung gestellt. Es befindet sich in einer Privatsammlung, die von der Interprospekt AG betreut wird.

Das Fossil des Flugsauriers Rhamphorhynchus wurde Senckenberg von Herrn Horst Weiser geschenkt.

Die Senckenberg-Dinos begrüßen die Neuankömmlinge während der Dino-Woche in den Sozialen Netzwerken. Am 2. Juli erhält jeder als Dino verkleidet Museumsgast freien Eintritt ins Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. Foto: Senckenberg

Die Senckenberg-Dinos begrüßen die Neuankömmlinge während der Dino-Woche in den Sozialen Netzwerken. Am 2. Juli erhält jeder als Dino verkleidet Museumsgast freien Eintritt ins Senckenberg Naturmuseum Frankfurt.
Foto: Senckenberg

 

Die Grafik zeigt v.l.n.r. den Liaoningotitan sinensis neben einem Argentinosaurus huinculensis und im Größenverhältnis dazu den Homo sapiens. Copyright: Senckenberg

Die Grafik zeigt v.l.n.r. den Liaoningotitan sinensis neben einem Argentinosaurus huinculensis und im Größenverhältnis dazu den Homo sapiens.
Copyright: Senckenberg

 

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Leihgabe des 11. Exemplars des Archaeopteryx Copyright: Gemeinde Solnhofen

 

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

 

Korallenriffe – bedrohte Schätze der Ozeane

Sonderausstellung vom 8. Juni 2018 bis 10. Februar 2019 im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt

Modell von zwei Schwarzspitzen- Riffhaien in der Ausstellung „Korallenriffe – Bedrohte Schätze der Ozeane“ im Senckenberg Naturmuseum Copyright: Senckenberg/Tränkner

Modell von zwei Schwarzspitzen-
Riffhaien in der Ausstellung
„Korallenriffe – Bedrohte Schätze
der Ozeane“ im Senckenberg
Naturmuseum
Foto: Senckenberg/Tränkner

Korallenriffe sind die größten natürlichen Bauwerke unseres Planeten, deren Schönheit kaum zu übertreffen ist. Sie gehören zu den artenreichsten Ökosystemen, sind aber massiv bedroht. Die International Coral Reef Initiative (ICRI) hat daher das „Internationale Jahr des Riffes 2018“ ausgerufen. Das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt beteiligt sich daran und eröffnet heute die Sonderausstellung „Korallenriffe – bedrohte Schätze der Ozeane“. Die Ausstellung lädt dazu ein, in die Welt der Korallenriffe einzutauchen und anhand von Originalexponaten, Modellen und Filmen mehr über die einzigartige und komplexe Ökologie, die immense ökonomische Bedeutung sowie über die zunehmende Gefährdung der Riffe und den aktuellen Stand der Wissenschaft zu erfahren.

Obwohl die Warm- und Kaltwasserriffe in ihrer Gesamtheit nur etwa 0,15 Prozent des Ozeanbodens bedecken, sind sie für ein Drittel aller Lebewesen im Meer lebensnotwendig. Sie dienen zur Eiablage, als Rückzugsorte und Futtergebiete für eine Vielzahl von Tierarten und gelten als Kinderstube für 25 Prozent aller Hochseefische. Auch die Meeresschildkröten steuern die Korallenriffe regelmäßig an, um zu fressen oder sich durch Putzerfische von Parasiten befreien zu lassen. In der neuen Sonderausstellung im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt können Besucherinnen und Besucher etwa 50 Originalexponate, 5 Abgüsse von Fischen und 13 Modelle von Riff-Bewohnern aus nächster Nähe betrachten: von einer echten Karettschildkröte über das Modell von zwei Schwarzspitzen-Riffhaien bis hin zu Alkoholpräparaten eines Putzerlippfisches oder eines Langnasen-Nasendoktorfisches.

„Senckenberg hat eine lange Tradition im Bereich Meeresforschung. Seit Jahrzehnten untersuchen unsere Wissenschaftler die Ökologie von Korallenriffen – insbesondere im Roten Meer“, erklärt Dr. Bernd Herkner, Leiter der Abteilung Museum im Senckenberg Naturmuseum. „Senckenberg-Wissenschaftler erforschen weltweit die biologische Vielfalt der Riffe im Flachwasser und in der Tiefsee. Mit Prof. Dr. André Freiwald und Dr. Friedhelm Krupp lernen unsere Besucher an einer Hörstation in der Sonderausstellung zwei unserer renomierten Wissenschaftler kennen“, fährt er fort.

Dr. Bernd Herkner hat mit der Ausstellung das „International Year of the Reef“ (IYOR) aufgegriffen, um Besucherinnen und Besucher auf die Bedeutung und den Wert dieser Lebensräume aufmerksam zu machen und für das Thema Riff-Schutz zu sensibilisieren. Er unterstützt damit auch den Verein Reef Check e.V., der Mitinitiator des IYORs ist.

„Senckenberg ist mit dieser Ausstellung ein wichtiger Partner dieses Projekts und trägt dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die Gefährdung der Riffe zu schärfen“, freut sich die Biologin Jenny Krutschinna von Reef Check e.V.

„Wir möchten unsere Besucherinnen und Besucher für die einzigartige Schönheit der Korallenriffe begeistern und gleichzeitig informieren, wie schnell das sensible Gleichgewicht dieser Ökosysteme durch den Einfluss des Menschen gestört wird“, ergänzt Stefanie Raddatz, Kuratorin der Ausstellung. Die Folgen menschlicher Aktivitäten haben zu einer Krise in bisher nie dagewesenem Ausmaß geführt: Mehr als die Hälfte aller Warmwasserkorallenriffe gelten als nachhaltig gestört, etwa ein Drittel sind bereits unwiederbringlich verloren. Als Hauptursache des Korallensterbens wird der Klimawandel angeführt, hinzu kommen Faktoren wie die Verschmutzung der Meere und die Überfischung.

Die Sonderausstellung „Korallenriffe – bedrohte Schätze der Ozeane“ führt thematisch auf die geplante Dauerausstellung „Korallenriff“ hin, die 2020 im Zuge des modularen Museumsumbaus im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt eröffnet werden soll. Die Präparatorinnen Hildegard Enting, Sylva Scheer und Anna Frenkel erarbeiten hierfür die Darstellung eines Riff-Lebensraums, die ein tropisches Korallenriff in seiner vollen Vielfalt als Biodiversitäts-Hot-Spot zeigen soll. „Wie schön, dass einige unserer Arbeiten für das große Diorama bereits jetzt als Vorboten in der aktuellen Sonderausstellung zu sehen sind“, freut sich Hildegard Enting. Gerade erst fertig gestellt wurde das detailgenaue Modell eines Tritonshorns, das einen Dornenkronenseestern verschlingt. In mühevoller Kleinstarbeit hat Sylva Scheer den Seestern modelliert und ermöglicht den Betrachtern einen ungewöhnlichen Blick auf die Unterseite dieses Tieres – mehr als 2.500 Füßchen und zahlreiche Mundwerkzeuge hat die Präparatorin hierfür angefertigt und angebracht. Weitere Vorboten, die auch ab 2020 im neuen Museumsraum „Korallenriff“ zu sehen sein werden, sind die präparierte Karettschildkröte sowie ein vergrößertes Modell eines Pygmäenseepferdchens.

Sonderausstellung „Korallenriffe – Bedrohte Schätze der Ozeane“, 8. Juni 2018 bis 10. Februar 2019 im 2. OG, Raum 208 im Senckenberg Naturmuseum, Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt am Main. Die Sonderausstellung kann nur in Verbindung mit der Dauerausstellung besichtigt werden. Kombitickets: 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder und Jugendliche (6 bis 15 Jahre) sowie 25 Euro für Familien (2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder). Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9 – 17 Uhr, Mi 9 – 20 Uhr, Sa, So und Feiertage 9 – 18 Uhr. Weitere Informationen unter: www.senckenberg.de

Mit freundlicher Unterstützung des Geschäftsbereichs KFW Entwicklungsbank.

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Modell eines Tritonshorns, das einen Dornkronenseestern verspeist – zu sehen in der neuen Sonderausstellung im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. Copyright: Senckenberg/Tränkner

Modell eines Tritonshorns, das einen
Dornkronenseestern verspeist – zu
sehen in der neuen
Sonderausstellung im Senckenberg
Naturmuseum Frankfurt.
Foto: Senckenberg/Tränkner

 

Ausstellungsraum „Korallenriffe – Bedrohte Schätze der Ozeane“ im Senckenberg Naturmuseum.

Ausstellungsraum „Korallenriffe –
Bedrohte Schätze der Ozeane“ im
Senckenberg Naturmuseum.

 

Kuratorin Stefanie Raddatz, Museumsleiter Dr. Bernd Herkner und Biologin Jenny Krutschinna von Reef Check e.V. beim Rundgang durch die Ausstellung.

Kuratorin Stefanie Raddatz,
Museumsleiter Dr. Bernd Herkner
und Biologin Jenny Krutschinna von
Reef Check e.V. beim Rundgang
durch die Ausstellung.

 

Kontakt

Dr. Bernd Herkner
Leiter Abteilung Museum
Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Tel. 069 – 7542 1557
bernd.herkner@senckenberg.de

 

Anna Lena Schnettler
Pressestelle
Senckenberg Gesellschat für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1561
lena.schnettler@senckenberg.de

Im Rahmen des „Projekt Senckenberg – Neues Museum“ wird die Grundfläche des Frankfurter Naturmuseums erweitert. Dabei entstehen die vier neuen Ausstellungsbereiche Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Der Umbau des Museums erfolgt modular und ist so geplant, dass auch während der Bauphasen große Teile des Museums geöffnet bleiben. Für die große Um- und Neubauaktion wird eine Summe von 56 Millionen Euro benötigt, die über die Fundraising-Kampagne unter dem Slogan „Die Welt baut ihr Museum“ gesammelt wird. Mehr unter: www.die-welt-baut-ihr-museum.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Fußball im Kopf

MEG-Demonstrations-Messung mit Fußball-Legende Charly Körbel für das geplante Highlight-Exponat „Begehbares Gehirn“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt

Karl-Heinz Körbel mit der Modellvorlage für das geplante „Begehbare Gehirn“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt – nach MRT-Aufnahmen seines Gehirns. © Senckenberg/Neunzehn

Karl-Heinz Körbel mit der Modellvorlage für das geplante „Begehbare Gehirn“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt – nach MRT-Aufnahmen seines Gehirns.
© Senckenberg/Neunzehn

Im vergangenen Jahr hat sich Rekordbundesligaspieler und Leiter der Eintracht Frankfurt Fußballschule Karl-Heinz „Charly“ Körbel ins MRT gelegt, um sein Gehirn für die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung scannen zu lassen. Der Scan dient als Grundlage für das begehbare Gehirn – das Highlight-Exponat im Bereich „Mensch“ des geplanten neuen Senckenberg Naturmuseums, den die Gemeinnützige Hertie-Stiftung mit einer Million Euro fördert. Ein nach dem Gehirn von Charly Körbel angefertigtes Arbeitsmodell des Exponats liegt inzwischen vor und nun werden die neurowissenschaftlichen Inhalte ausgearbeitet, welche die Besucher im Inneren des „Begehbaren Gehirns“ sehen und hören werden. Auch hier spielt das Thema „Fußball“ eine wichtige Rolle: Was geschieht im Kopf eines Spielers, wenn er eine Trillerpfeife hört, einen Fußball sieht oder diesen mit dem Fuß berührt? Das möchten Senckenberg, die Hertie-Stiftung und das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik u.a. mit Hilfe von Magnetenzephalographie-Messungen der Hirnrinde verdeutlichen und im Ausstellungsbereich „Mensch“ des Neuen Museums darstellen. Charly Körbel unterstützt dieses Projekt und nahm an einer MEG-Demonstrations-Messung teil, um dieses Verfahren vorzustellen und damit einen Blick in das zukünftige Gehirnexponat zu geben.

 Das Highlight-Exponat „Begehbares Gehirn“ ist noch nicht zu besichtigen – die Vorbereitungen des geplanten neuen Ausstellungsbereichs im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt laufen hinter den Kulissen aber bereits auf Hochtouren. Auf der heutigen Pressekonferenz wurde ein Modell im Maßstab 1:10 präsentiert. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und mit dem Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik so hochkarätige Unterstützung bei der Konzeptionierung des Ausstellungsbereichs ‚Mensch als System’ haben. Und vor allem freuen wir uns sehr darüber, dass Herr Körbel unser Projekt weiter unterstützt und an dieser Demonstrations-Messung teilnimmt“, erklärt Dr. Martin Čepek, Leiter des Stabs Zentrale Museumsentwicklung bei Senckenberg. „Wir erarbeiten zurzeit die Inhalte des Ausstellungsbereichs, der den Besuchern veranschaulichen soll, wie das menschliche Gehirn funktioniert“, fährt er fort.

„Der Bau des neuen Senckenberg-Museums ist eines der aufregendsten Projekte dieser Jahre“ findet Charly Körbel, der während seiner Profikarriere ausschließlich für Eintracht Frankfurt antrat und mit 602 Spielen den Rekord für die meisten Einsätze in der Fußball-Bundesliga hält. „Es erfüllt mich wirklich mit Stolz ein Teil davon zu sein. Das Modell des eigenen Gehirns in den Händen zu halten ist ein seltsames Gefühl: faszinierend und irgendwie mulmig zugleich. Wie wird es dann erst mit der begehbaren XXL-Version sein? In jedem Fall ist es extrem spannend, vor Augen geführt zu bekommen, was das Gehirn beim Fußballspielen alles leistet und wie viele Reize es gleichzeitig verarbeiten muss“, so Körbel.

„Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung ist einer der größten privaten Förderer der Hirnforschung in Deutschland. Neben der Gewinnung von Erkenntnissen über Funktionsweisen und der Erforschung von Erkrankungen, ist unser Anliegen, neurowissenschaftliche Inhalte allgemeinverständlich aufzubereiten, um Menschen für eines der faszinierendsten Organe zu begeistern und die Bedeutung der Hirnforschung für unseren Lebensalltag aufzuzeigen“, erklärt Dr. Astrid Proksch, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, Arbeitsbereich „Gehirn erforschen“. Proksch weiter: „Anhand von konkreten Beispielen aus der Fußballwelt können wir im „Begehbaren Gehirn“ sehr anschaulich die komplexen Vorgänge im Gehirn erklären. Wir sind dem MPI für empirische Ästhetik sehr dankbar, dass sie uns bei der inhaltlichen Entwicklung unterstützen.“

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik machen am Beispiel von Sinneseindrücken, die ein Fußballspieler in Aktion erfährt, die Aktivität verschiedener Gehirnbereiche sichtbar und erklären deren Funktion. „Um den Ausstellungsbesuchern neurowissenschaftliche Methoden näher zu bringen, wie wir sie auch in vielfältigen Studien der Grundlagenforschung und Ästhetikforschung an unserem Institut einsetzen, haben wir typische Reize eines Fußballspiels mittels Magnetenzephalographie (MEG) gemessen und visualisiert. Sichtbar wird so: Je nach Gattung der Reize aktiviert unser Gehirn unterschiedliche, spezialisierte Areale“, erklärt Prof. David Poeppel, PhD, Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik. Bei diesem bildgebenden Verfahren wird die magnetische Aktivität des Gehirns durch äußere Sensoren gemessen und kann anschließend grafisch dargestellt werden.

Bis zur tatsächlichen Begehung des neuen Ausstellungsbereichs „System Mensch“ müssen die Museumsbesucher sich noch gedulden. Aktuell startet das „Projekt Senckenberg – Neues Museum“ mit einem modularen Umbau im Bestandsbau. Einzelne Themenbereiche entstehen neu, während der Museumsbetrieb weiterlaufen kann. Die Ausstellung „Korallenriffe – Bedrohte Schätze der Ozeane“ (Start 8. Juni 2018) gibt einen Vorgeschmack auf den neuen Raum „Korallenriffe“, der aktuell gebaut wird und 2020 eröffnet werden soll. Die neue Archaeopteryx-Ausstellung (Start: 6. Juli 2018) wird später in den Bereich „Fossillagerstätten“ im Neuen Museum übernommen werden und eine simulierte U-Boot-Tauchfahrt (Start: Winter 2018) weckt die Vorfreude auf den neu gestalteten Raum „Tiefsee“, der im Herbst 2019 eröffnet werden soll. Weitere Projekte sind bereits mit verschiedenen Partnern in Planung und werden „hinter den Kulissen“ vorbereitet. Ziel ist es, durch den modularen Umbau eine längerfristige Museumsschließung zu vermeiden, nach und nach neue Räume zu eröffnen und den

Besucherinnen und Besuchern bereits im laufenden Jahr 2018 Vorboten des Neuen Museums präsentieren zu können.

Für die große Um- und Neubauaktion wird eine Summe von 56 Millionen Euro benötigt, die über die Fundraising-Kampagne unter dem Slogan „Die Welt baut ihr Museum“ gesammelt wird. Mehr unter: www.die-welt-baut-ihr-museum.de

Dr. Martin Čepek, Dr. Astrid Proksch, Karl-Heinz Körbel und Prof. David Poeppel, PhD mit dem 1:10 Modell des „Begehbaren Gehirns“. © Senckenberg/Neunzehn

Dr. Martin Čepek, Dr. Astrid Proksch, Karl-Heinz Körbel und Prof. David Poeppel, PhD mit dem 1:10 Modell des „Begehbaren Gehirns“.
© Senckenberg/Neunzehn

 

Karl-Heinz Körbel bei der MEG-Demonstrations-Messung. © Senckenberg/Neunzehn

Karl-Heinz Körbel bei der MEG-Demonstrations-Messung.
© Senckenberg/Neunzehn

 

So soll das begehbare Gehirn im neuen Senckenberg aussehen. Ein Modell im Maßstab 1:10. © Modell: Hertie-Stiftung 2018, Alexander Grychtolik/Foto: U. Dettmar

So soll das begehbare Gehirn im neuen Senckenberg aussehen. Ein Modell im Maßstab 1:10.
© Modell: Hertie-Stiftung 2018, Alexander Grychtolik/Foto: U. Dettmar

 

Die Arbeit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung konzentriert sich auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demokratie stärken. Die Projekte der Stiftung setzen modellhafte Impulse innerhalb dieser Themen. Im Fokus stehen dabei immer der Mensch und die konkrete Verbesserung seiner Lebensbedingungen. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung wurde 1974 von den Erben des Kaufhausinhabers Georg Karg ins Leben gerufen und ist heute eine der größten weltanschaulich unabhängigen und unternehmerisch ungebundenen Stiftungen in Deutschland. www.ghst.de

 

Das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik wurde 2013 in Frankfurt am Main gegründet und beschäftigt derzeit über 130 Mitarbeiter. Das Institut erforscht interdisziplinär, was wem warum und unter welchen Bedingungen ästhetisch gefällt. Dabei widmen sich die Forschungen in den drei Abteilungen Sprache und Literatur, Musik sowie Neurowissenschaften insbesondere den Grundlagen ästhetisch wertenden Wahrnehmens und Erlebens. Das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik ist eine von 83 Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., einer der führenden Organisationen für Grundlagenforschung in Europa. Weitere Informationen unter https://www.ae.mpg.de

 

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Einladung zum Pressegespräch „Ein Gehirn kommt ins Museum“ – MEG-Demonstrations-Messung mit Fußballlegende Charly Körbel

Im vergangenen Jahr hat sich Rekordbundesligaspieler und Leiter der Eintracht Frankfurt Fußballschule Karl-Heinz „Charly“ Körbel ins MRT gelegt, um sein Gehirn für die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung scannen zu lassen. Der Scan dient als Grundlage für das begehbare Gehirn – das Highlight-Exponat im Bereich „Mensch“ des geplanten neuen Senckenberg Naturmuseums, den die Gemeinnützige Hertie-Stiftung mit einer Million Euro fördert. Ein nach dem Gehirn von Charly Körbel angefertigtes Arbeitsmodell des Exponats liegt inzwischen vor, nun werden die neurowissenschaftlichen Inhalte ausgearbeitet, welche die Besucher im Inneren sehen und hören werden. Auch hier spielt das Thema „Fußball“ eine große Rolle: Was geschieht im Kopf eines Spielers, wenn er eine Trillerpfeife hört, einen Fußball sieht oder diesen mit dem Fuß berührt? Das möchten Senckenberg, die Hertie-Stiftung und das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik u.a. mit Hilfe von Magnetenzephalographie-Messungen der Hirnrinde verdeutlichen und im Ausstellungsbereich „Mensch“ des Neuen Museums darstellen. Charly Körbel unterstützt dieses Projekt und nimmt an einer MEG-Demonstrations-Messung teil, um dieses Verfahren vorzustellen und damit einen Blick in das zukünftige Gehirnexponat zu geben.

 

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So soll das begehbare Gehirn im neuen Senckenberg aussehen. © Modell: Hertie-Stiftung 2016, Alexander Grychtolik/Foto: U. Dettmar

 

Wir laden Sie herzlich ein zum Pressegespräch & Fototermin

am:
Montag, den 28. Mai um 10 Uhr

in die:
Hoffmans Höfe
Raum f (Erdgeschoss)

Heinrich-Hoffmann-Straße 3
60528 Frankfurt am Main (Niederrad)

www.hoffmanns-hoefe.de

Ablauf:

10 Uhr:
Begrüßung Dr. Martin Čepek
, Leiter Stab Zentrale Museumsentwicklung, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Dr. Astrid Proksch, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Arbeitsbereich „Gehirn erforschen“

Prof. David Poeppel, PhD, Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Frankfurt und Neurowissenschaftler

Karl-Heinz Körbel, Leiter Eintracht Frankfurt Fußballschule

 

10:30 Uhr
Gelegenheit für Fragen, erste Fotos mit Gehirnmodell und Interviews

 

10.40 Uhr
Raumwechsel in das Brain Imaging Center für die MEG-Demonstrations-Messung mit Charly Körbel.

Fußweg ca. 5 Minuten. Bitte beachten Sie, dass wir nur gemeinsam in den Raum der MEG-Messung gehen können und dass ein Nacheinlass für Pressevertreter und Fotografen leider nicht möglich ist.

 

Über eine kurze Antwort an pressestelle@senckenberg.de bis 25.05.2018, ob Sie an dem Termin teilnehmen möchten, würden wir uns sehr freuen.

 

Kontakt

Judith Jördens
Anna Lena Schnettler
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434 / 1561
pressestelle@senckenberg.de

Carmen Jacobi
Kommunikation
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Tel. 069 660756 – 155
jacobic@ghst.de

Andrea Treber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik
Tel. 069- 8300 479 652
andrea.treber@ae.mpg.de

 

Im Rahmen des „Projekt Senckenberg – Neues Museum“ wird die Grundfläche des Frankfurter Naturmuseums erweitert. Dabei entstehen die vier neuen Ausstellungsbereiche Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Im Bereich „Mensch“ fördert die Gemeinnützige Hertie-Stiftung einen Ausstellungsteil zum Thema „Mensch als System“ mit 1 Million Euro, dieser wird gemeinsam mit Senckenberg inhaltlich konzipiert und umgesetzt. Der Umbau des Museums erfolgt modular und ist so geplant, dass auch während der Bauphasen große Teile des Museums für Sie geöffnet bleiben. Für die große Um- und Neubauaktion wird eine Summe von 56 Millionen Euro benötigt, die über die Fundraising-Kampagne unter dem Slogan „Die Welt baut ihr Museum“ gesammelt wird. Mehr unter: www.die-welt-baut-ihr-museum.de .

Virtual Reality: Eintauchen ins Jurameer

Der Boden bricht ein unter den Füßen des Langhalssauriers im Dinosaal des Museums. Nach und nach wird der Raum geflutet – wo gerade noch T.rex, Triceratops und Co. standen, befindet sich jetzt Wasser, in dem zunächst noch letztes Museumsmobiliar schwimmt und schließlich nur noch die Bewohner des tropischen Jurameeres zu sehen sind. Man befindet sich mitten im Meer: Ammoniten sind zum Greifen nah, ein großer  Temnodontosaurus zieht seine Kreise und Fischsaurier Stenopterygius macht Jagd auf Belemniten. Museumsbesucher können seit heute dank neuester Virtual-Reality-Technik täglich von 11 bis 16 Uhr virtuell eintauchen in das Jurameer und die Meeresbewohner aus Vorzeiten in Aktion bewundern.

Deutschland ist reich an Fossilien von Meeressauriern, die in der Jurazeit vor 200 bis 145 Millionen Jahren in den tropischen Flachmeeren lebten. Auch im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt finden sich zahlreiche herausragende Funde aus dieser Zeit: Fischsaurier mit erhaltenem Hautschatten, Meereskrokodile und Plesiosaurier. Dank 150 Jahren Forschung ist sehr viel über diese längst ausgestorbenen Tiere bekannt – wovon sie sich ernährten, wie sie schwammen und vieles mehr. Nach der beliebten VR-Reise in die Zeit der Dinosaurier, in der das Skelett des Diplodocus in einem jurazeitlichen Urwald zum Leben erweckt wird, wird nun der Lichthof des Museums virtuell in ein tropisches Jurameer verwandelt.

„Es war uns ein Anliegen, unsere Besucher für die Fischsaurier im Museum zu begeistern“, so Museumsleiter Dr. Bernd Herkner. „Der Einsatz digitaler Medien ermöglicht Sprünge in andere Zeiten und andere Dimensionen. Unsere Virtual-Reality-Anwendung integriert den Museumsraum und macht das virtuelle Eintauchen in das Jurameer zu einem einzigartigen, nur im Museum erfahrbaren Erlebnis“, schwärmt Herkner. „Wir können nicht nur das Aussehen, sondern auch die Bewegungsabläufe längst ausgestorbener Fischsaurier und anderer Urzeittiere darstellen und für unsere Besucher virtuell erlebbar machen“, fährt er fort.

Philipe Havlik, Leiter des Projekts, freut sich über die technische Weiterentwicklung der Virtual-Reality-Anwendungen: „Der Einsatz moderner Hardware intensiviert die Begegnung mit den Sauriern und ermöglicht unseren Besuchern das Eintauchen in eine andere Zeit.“ Realisiert haben das Projekt Dirk Baum, Thure Kjer und Joachim Lipka

Philipe Havlik, Leiter des Projekts, freut sich über die technische Weiterentwicklung der Virtual-Reality-Anwendungen: „Der Einsatz moderner Hardware intensiviert die Begegnung mit den Sauriern und ermöglicht unseren Besuchern das Eintauchen in eine andere Zeit.“ Realisiert haben das Projekt Dirk Baum, Thure Kjer und Joachim Lipka von der Agentur „Die Infografen“. Sie haben eine realistische, dreidimensional modellierte Umgebung geschaffen, die über neue VR-Brillen mit Tracking-System wiedergegeben werden kann. „Die neue VR-Anwendung ist ein weiterer Baustein der digitalen Modernisierung des Naturmuseums“, hält Philipe Havlik abschließend fest.

Die neue VR-Installation Jurameer sowie die 2016 eingeführte VR-Reise zu den Dinos sind ab dem 23. März 2018 täglich von 11 bis 16 Uhr im 1. OG des Senckenberg Naturmuseums zu erleben. Dauer jeweils ca. 3 Minuten. Für beide zusammen wird eine Nutzungsgebühr von 2 Euro erhoben (Schüler und Studierende zahlen 1 Euro).

Das Projekt ist finanziert aus Mitteln des Aktionsplans Leibniz-Forschungsmuseen und aus Spenden der Mitglieder der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Der Fischsaurier Temnodontosaurus war der größte Räuber im Jurameer. Copyright: Die Infografen UG

Der Fischsaurier Temnodontosaurus war der größte Räuber im Jurameer.
Foto: Die Infografen UG

 

Ammoniten, längst ausgestorbene Tintenfischverwandte, zählten zu den beliebtesten Beutetieren vieler Meeressaurier. Copyright: Die Infografen UG

Ammoniten, längst ausgestorbene Tintenfischverwandte, zählten zu den beliebtesten Beutetieren vieler Meeressaurier.
Foto: Die Infografen UG

 

Der Fischsaurier Stenopterygius auf der Jagd nach Belemniten. Copyright: Die Infografen UG

Der Fischsaurier Stenopterygius auf der Jagd nach Belemniten.
Foto: Die Infografen UG

 

Projektleiter Philipe Havlik und Museumsleiter Dr. Bernd Herkner testen die neuen VR-Brillen im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. Copyright: Senckenberg/Tränkner

Projektleiter Philipe Havlik und Museumsleiter Dr. Bernd Herkner testen die neuen VR-Brillen im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt.
Foto: Senckenberg/Tränkner

 

Kontakt

Phillipe Havlik
Projektleiter
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1224
phillipe.havlik@senckenberg.de

Anna Lena Schnettler
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1561
lena.schnettler@senckenberg.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Mensch – Erde – Kosmos – Zukunft

Vier Konzerte mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt

Auch in diesem Jahr setzt die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung das Projekt „Kultur trifft Natur“ fort – mit einer vierteiligen Konzertreihe von Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) im Naturmuseum Frankfurt. In den kommenden Jahren erweitert Senckenberg das Frankfurter Naturmuseum. Vier neue Ausstellungsbereiche nehmen die Besucher mit auf eine Reise zu den Anfängen des Menschen, zu den aufregendsten Plätzen der Erde, in die Weiten des Universums und beleuchten die Zukunft unseres Planeten. Die Konzertreihe „Mensch – Erde – Kosmos – Zukunft“ der HfMDK greift diese vier Themen auf und spiegelt sie in der zeitgenössischen Musik und in der Darstellenden Kunst.

Junge Künstlerinnen und Künstler der HfMDK nähern sich in zeitgenössischen Werken von Romitelli, Riehm, Eggert, Kagel, Messiaen, Crumb, Cage, und Mark Andre bis hin zu einer Performance von Isabella Roumiantsev und einer Uraufführung von Richard Millig den großen Programmsäulen des Senckenberg Museums: Mensch – Erde – Kosmos – Zukunft. Die vier Abende machen auf eigene und ganz ungewöhnliche Weise hör- und sichtbar, was uns Menschen ausmacht, wie die Erde aussieht, die wir bewohnen, wo unser Platz im Kosmos ist und wie wir die Zukunft gestalten könnten.

Die Expertise Senckenbergs ermöglicht zudem einen Blick aus der Wissenschaft auf die vier Themen: Jedem der circa einstündigen Konzerte, die um 19.30 Uhr beginnen, geht um 18:15 Uhr eine Führung durch die Sammlung des Naturmuseums voraus, die thematisch auf das jeweilige Musikprogramm zugeschnitten ist. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung zur Führung (5 Euro) unter www.senckenberg.de/veranstaltungen gebeten. Eine Anmeldung zu den Konzerten ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 18. Januar 2018

18.15 Uhr Führung zum Thema „Mensch“

Eintritt: 5 Euro, Anmeldung unter www.senckenberg.de/veranstaltungen

19.30 Uhr Konzert im Lichthof des Senckenberg Naturmuseums

Ein Mensch atmet täglich etwa 23.000 Mal und bewegt dabei rund zwölfeinhalb Kubikmeter Luft. Das geschieht einfach so, mehr oder minder bewusst, und kennt viele Ausprägungen von Atemlosigkeit bis hin zum achtsamen Luftschöpfen. Atem ist Leben. Das hat Dichter, Denker und auch Komponisten inspiriert, sich mit dem zutiefst menschlichen Thema zu beschäftigen und es auch klanglich zu erschließen. Vier Kompositionen des 20. Jahrhunderts, die sich mit Atembewegungen, dem Außeratemsein, den Grenzen des Atmens und mit der Geräuschhaftigkeit des Atems auseinandergesetzt haben, stehen im Zentrum der Neuauflage der Konzertreihe des Senckenberg Naturmuseum Frankfurt mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Und natürlich geht es deshalb in erster Linie um ein Blasinstrument. Ergänzt wird die Blockflötistin Caroline Rohde bei ihrem außergewöhnlichen Programm, bei dem sie das Publikum mit den verschiedenen Stücken auch an unterschiedliche Plätze im Senckenberg Naturmuseum führt, von der Tänzerin Maria Kobzeva. In ihren Tanzimprovisationen bekommen der Atem und das Menschsein durch die verschiedenen Lebensphasen hindurch, eine ganz neue körperliche Form.

Fausto Romitelli (1963-2004): „Seascape“ für Kontrabassblockflöte solo (1994)
Moritz Eggert (*1965): Außer Atem für drei Blockflöten und einen Spieler (1994)
Rolf Riehm (*1937): Gebräuchliches für Altblockflöte (1973)
Mauricio Kagel (1931-2008): Atem für einen Bläser und mindestens 3 beliebige Blasinstrumente (1969/70)
mit Caroline Rohde (Blockflöte) | Maria Kobzeva (Tanz)

 

Konzert 2: Erde

Programm der Konzertreihe
Mensch – Erde – Kosmos – Zukunft:
Konzert 1: Mensch
Donnerstag, 1. Februar 2018
18.15 Uhr Führung zum Thema „Erde“

Eintritt: 5 Euro, Anmeldung unter www.senckenberg.de/veranstaltungen

19.30 Uhr Konzert im Lichthof des Senckenberg Naturmuseums

Kompositionen von Olivier Messiaen, George Crumb, John Cage,
Peter McNamara und Mark Andre mit Studierenden der Internationalen Ensemble Modern Akademie IEMA

 

Konzert 3: Kosmos
Donnerstag, 15. März 2018
18.15 Uhr Führung zum Thema „Kosmos“

Eintritt: 5 Euro, Anmeldung unter www.senckenberg.de/veranstaltungen

19.30 Uhr Konzert im Lichthof des Senckenberg Naturmuseums
„Inversum“, Schauspiel-/Tanzperformance von Isabella Roumiantsev mit Philipp Scholtysik und Moritz Fabian

 

 Konzert 4: Zukunft
Donnerstag, 5. April 2018
18.15 Uhr Führung zum Thema „Zukunft“

Eintritt: 5 Euro, Anmeldung unter www.senckenberg.de/veranstaltungen
19.30 Uhr Konzert im Lichthof des Senckenberg Naturmuseums
muendig – hoerig I-IV (UA), vier Fassungen der Komposition von Richard Millig mit Elias Schomers, Maren Schwier, Caroline Rohde u.a.

Ort: Senckenberg Naturmuseum Frankfurt | Senckenberganlage 25 | 60325 Frankfurt am Main

Eine Veranstaltung des Instituts für zeitgenössische Musik IzM der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt.

Konzert der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main im Saal der Wale im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt Copyright: Björn Hadem/HfMDK

Konzert der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main im Saal der Wale im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Copyright: Björn Hadem/HfMDK

 

Copyright: Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

Copyright: Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

 

Kontakt

Dr. Sylvia Dennerle
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Tel:069-154 007 170
sylvia.dennerle@hfmdk-frankfurt.de

Anna Lena Schnettler
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1561
pressestelle@senckenberg.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

 

Der Senckenberg-Diplodocus kehrt zurück

Frankfurt, den 22.09.2017. Die Freude der Senckenberg-Mitarbeiter
und Nachbarn war groß, als sie gestern ihren Langhalsdino in der
Senckenberganlage wieder entdeckten. Nach 1.400 Kilometern
Reise ist der Senckenberg-Botschafter wohlbehalten und frisch
gestaltet von Künstler Marcel Walldorf vor das Senckenberg
Naturmuseum in Frankfurt zurück gekehrt.

Vor 18 Monaten startete der Diplodocus seine Senckenberg-Werbetour
durch Deutschland. Wegen der Baumaßnahmen für die
Forschungsgebäude musste er seinen angestammten Platz vor dem
Senckenberg Naturmuseum für einige Zeit verlassen und machte sich auf
den Weg. Zunächst fand er beim Initiativförderer im Commerzbank-Tower
ein temporäres Zuhause und dann in The SQUAIRE, bevor er schließlich,
finanziert von OfficeFirst, nach Hamburg und Berlin weiter reiste. Mit
dabei hatte er seinen 2 x 3 m großen Reisekoffer mit Aufklebern von allen
Standorten und Senckenberg-Informationstafeln.

„Die neuen Nachbarn in Hamburg und Berlin waren schon etwas traurig,
als wir ihn wieder abgebaut haben“, berichtet Projektleiter Philipe Havlik.
Er und sein Team haben den sympathischen Dino gestern bereits zum
fünften Mal wieder zusammen montiert. Sie wussten von schönen
Begegnungen und Erlebnissen rund um die Dino-Reise zu berichten.
Auch Martin Cepek, Leiter des Stabs Zentrale Museumsentwicklung, ist
sehr zufrieden mit der Dino-Tour: „Unserem Diplodocus ist es gelungen,
Senckenberg auch über die Rhein-Main-Region hinaus bekannter zu
machen – er hat auf allen Stationen zu Gesprächen über die
Naturforschungsgesellschaft angeregt und viele neue Freunde
gefunden“. Jetzt steht der grüne Riese wieder vor dem Senckenberg
Naturmuseum und trägt einen roten Bauhelm und buntes Bauband – in
froher Erwartung der Umbaumaßnahmen für das „Projekt Senckenberg
2020 – Neues Museum“.

Kontakt

Anna Lena Schnettler
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für
Naturforschung
Tel. 069-7542 1561
pressestelle@senckenberg.de

Mit dem Teleskoplader hebt das Team von Philipe Havlik den 400 kg schweren Dino-Torso vom Tieflader.

Mit dem Teleskoplader hebt das
Team von Philipe Havlik den 400
kg schweren Dino-Torso vom
Tieflader.

 

Mit dem Teleskoplader hebt das Team von Philipe Havlik den 400 kg schweren Dino-Torso vom Tieflader.

Mit dem Teleskoplader hebt das
Team von Philipe Havlik den 400
kg schweren Dino-Torso vom
Tieflader.

 

Projektleiter Philipe Havlik setzt dem Senckenberg-Bau- Maskottchen einen roten Bauhelm mit buntem Bauband auf.

Projektleiter Philipe Havlik setzt
dem Senckenberg-Bau-
Maskottchen einen roten Bauhelm
mit buntem Bauband auf.

 

Wohlbehalten wieder zurück gekehrt vor das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt – der Diplodocus. Alle Fotos: Senckenberg/Tränkner

Wohlbehalten wieder zurück
gekehrt vor das Senckenberg
Naturmuseum in Frankfurt – der
Diplodocus.

Alle Fotos: Senckenberg/Tränkner
Bildmaterial finden Sie unter
www.senckenberg.de/presse
Pressebilder können kostenfrei für
redaktionelle Berichterstattung
verwendet werden unter der
Voraussetzung, dass der genannte
Urheber mit veröffentlicht wird.
Eine Weitergabe an Dritte ist nur
im Rahmen der aktuellen
Berichterstattung zulässig.

Im Rahmen des Projekt Senckenberg 2020 – Neues Museum soll die
Grundfläche des Museums von heute rund 6.000 auf 10.000 Quadratmeter
vergrößert werden. Dabei entstehen vier neue Ausstellungsbereiche:
Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Hierfür wird eine Summe von rund 56
Millionen Euro benötigt. Zahlreiche Unternehmen haben zugesagt, sich an
dem Projekt zu beteiligen. Und auch viele Privatpersonen haben bereits
gespendet. Mehr Informationen zu den Umbauplänen und den Aktionen im
Rahmen der öffentlichen Fundraising-Kampagne finden Sie auf
www.Die-Welt-baut-ihr-Museum.de.

200 Jahre Senckenberg! 2017 ist Jubiläumsjahr bei Senckenberg – die
1817 gegründete Gesellschaft forscht seit 200 Jahren mit Neugier,
Leidenschaft und Engagement für die Natur. Seine 200-jährige
Erfolgsgeschichte feiert Senckenberg mit einem bunten Programm, das
aus vielen Veranstaltungen, eigens erstellten Ausstellungen und einem
großen Museumsfest im Herbst besteht. Natürlich werden auch die aktuelle
Forschung und zukünftige Projekte präsentiert. Mehr Infos unter:
www.200jahresenckenberg.de.

Schillerschule zieht mit Dino-Wagen und Big Band zum Senckenberg Naturmuseum

1.200 Schülerinnen und Schüler der Schillerschule ziehen zum
Museum und überreichen einen Spendenscheck für das „Projekt
Senckenberg 2020 – Neues Museum“
Frankfurt, den 24.08.2017. Ein Jahr lang haben sich die
Schülerinnen und Schüler der Schillerschule in verschiedenen
Projekten mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
auseinandergesetzt. Sie haben Dinosaurier gebastelt, Flechten
bestimmt, Spaziergänger am Main über Neobiota und
Bodenorganismen informiert und aus dem Urlaub Postkarten
geschrieben. Ziel der Senckenberg-Partnerschule unter der Leitung
von Claudia Wolff war es, Bürgerengagement zu zeigen und Geld
für den Umbau des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt zu
sammeln. Mit einem Weihnachtsbasar und einer Art „Bio-
Flashmob“ haben die engagierten Schülerinnen und Schüler mit
ihren rund 100 Lehrkräften für den Umbau 3.750,12 Euro
gesammelt.
Der Umzug mit Dino-Wagen und Musik der Schul-Big Band von
Sachsenhausen zum Senckenberg Naturmuseum in Bockenheim war
der krönende Abschluss des Schulprojekts. Auf der Grünanlage vor dem
Museum empfingen Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese,
Direktoriumsmitglied der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung,
und Museumsleiter Dr. Bernd Herkner die jungen Unterstützer. Böhning-
Gaese bedankte sich herzlich für das außerordentliche Engagement der
gesamten Schule und freute sich, „dass Senckenberg eine
Herzensangelegenheit der Bürgerinnen und Bürger ist – offensichtlich
wird wahrgenommen, dass die Naturforschung von Senckenberg wichtig
und relevant für jeden von uns ist“. Auch Bernd Herkner zeigte sich
begeistert vom Einsatz der Schülerinnen und Schüler: „Es ist schön zu
sehen, dass unser Haus von der jungen Generation mit so viel Liebe
und Engagement unterstützt wird.“ Böhning-Gaese und Herkner freuen
sich darauf, nach dem Umbau des Museums den Besuchern aller
Altersstufen zukünftig die aktuelle Senckenberg-Forschung noch
anschaulicher vermitteln zu können.
Schulleiterin Claudia Wolff würdigte bei der symbolischen
Scheckübergabe die gute Zusammenarbeit mit dem Senckenberg
Naturmuseum: „Die Museumspädagogen leisten großartige Arbeit. Sie
erreichen mit den Angeboten zu den Ausstellungen alle Altersgruppen,
wecken deren Neugier und Interesse.“ Wolff wird die Kooperation mit
dem Senckenberg Naturmuseum im Sinne einer ganzheitlichen Bildung
auch zukünftig in die Lehrpläne verschiedener Fächer und Jahrgänge
einbinden.
Senckenberg-Präsidentin Dr. h.c. Beate Heraeus begleitete die jungen
Unterstützer auf ihrer Tour durch die Stadt. Die Heraeus-
Bildungsstiftung schloss sich der Aktion der Schüler an und spendete
weitere 1.000 Euro für den Museumsumbau.
Die Forschungsgesellschaft bedankt sich bei der Schillerschule mit
einem Aktionsnachmittag im Museum. Im Anschluss an die kleine Feier
mit Auftritten der Schul-Big Band und der Jonglier-AG vor dem T. Rex in
der Senckenberganlage stellen Senckenberg Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler an Ständen im Museum interaktiv ihre
Forschungsbereiche vor und die Museumspädagogik bietet
Mitmachstationen zu Ausstellungsthemen an.

Kontakt

Anna Lena Schnettler
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für
Naturforschung
Tel. 069-7542 1561
pressestelle@senckenberg.de

Schülerinnen und Schüler der Schillerschule auf dem Weg zum Senckenberg Naturmuseum Foto: Senckenberg/Blauschmidt

Schülerinnen und Schüler der
Schillerschule auf dem Weg zum
Senckenberg Naturmuseum
Foto: Senckenberg/Blauschmidt

 

Schülerinnen und Schüler der Schillerschule zeigen ihre Dino- Kunstwerke auf dem Weg zum Senckenberg Naturmuseum Foto: Senckenberg/Blauschmidt

Schülerinnen und Schüler der
Schillerschule zeigen ihre Dino-
Kunstwerke auf dem Weg zum
Senckenberg Naturmuseum
Foto: Senckenberg/Blauschmidt

 

Die Dinos sind los! Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre selbst gestalteten Plakate bei der Parade. Foto: Senckenberg/Blauschmidt

Die Dinos sind los! Schülerinnen
und Schüler präsentieren ihre
selbst gestalteten Plakate bei der
Parade.
Foto: Senckenberg/Blauschmidt

 

Schillerschule und Heraeus Bildungs-Stiftung übergeben einen Spendenscheck für den Museumsumbau an die Senckenberg Gesellschaft. v.l.n.r.: Astrid Schulte und Beate Heraeus, Schulleiterin Claudia Wolff, Katrin Böhning-Gaese und Bernd Herkner Foto: Senckenberg/Tränkner

Schillerschule und Heraeus
Bildungs-Stiftung übergeben einen
Spendenscheck für den
Museumsumbau an die
Senckenberg Gesellschaft. v.l.n.r.:
Astrid Schulte und Beate Heraeus,
Schulleiterin Claudia Wolff, Katrin
Böhning-Gaese und Bernd Herkner
Foto: Senckenberg/Tränkner

 

Die Schul-Big Band sorgte für die musikalische Unterstützung sowohl auf dem Weg als auch vor dem Senckenberg Naturmuseum. Foto: Senckenberg/Tränkner

Die Schul-Big Band sorgte für die
musikalische Unterstützung sowohl
auf dem Weg als auch vor dem
Senckenberg Naturmuseum.
Foto: Senckenberg/Tränkner

Die Pressebilder finden Sie unter
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verwendet werden unter der
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Eine Weitergabe an Dritte ist nur
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Im Rahmen des Projekt Senckenberg 2020 – Neues Museum soll die
Grundfläche des Museums von heute rund 6.000 auf 10.000 Quadratmeter
vergrößert werden. Dabei entstehen vier neue Ausstellungsbereiche: Mensch,
Erde, Kosmos und Zukunft. Hierfür wird eine Summe von rund 56 Millionen Euro
benötigt. Zahlreiche Unternehmen haben zugesagt, sich an dem Projekt zu
beteiligen. Und auch viele Privatpersonen haben bereits gespendet. Mehr
Informationen zu den Umbauplänen und den Aktionen im Rahmen der öffentlichen
Fundraising-Kampagne finden Sie auf
www.Die-Welt-baut-ihr-Museum.de.
200 Jahre Senckenberg! 2017 ist Jubiläumsjahr bei Senckenberg – die 1817
gegründete Gesellschaft forscht seit 200 Jahren mit Neugier, Leidenschaft und
Engagement für die Natur. Seine 200-jährige Erfolgsgeschichte feiert
Senckenberg mit einem bunten Programm, das aus vielen Veranstaltungen,
eigens erstellten Ausstellungen und einem großen Museumsfest im Herbst
besteht. Natürlich werden auch die aktuelle Forschung und zukünftige Projekte
präsentiert. Mehr Infos unter: www.200jahresenckenberg.de.