Das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt eröffnet im Dezember 2019 die neuen Themenräume „Meeresforschung“ und „Tiefsee“ im Rahmen des Umbauprojekts Neues Museum

Die Tiefsee ist der größte Lebensraum der Erde – etwa 50 Prozent der gesamten Erdoberfläche liegen unterhalb von 1000 Metern Tiefe im Ozean. Trotz der extremen Lebensbedingungen ist die Tiefsee Heimat für Organismen, die sich auf vielfältige Weise angepasst haben: vom Riesenkalmar über den Pelikanaal bis hin zu blaugrün leuchtenden Schlangensternen und der „Alarmqualle“. Magisch, unheimlich und bizarr, aber auch faszinierend und wunderbar ist dieses unbekannte Universum. Die neuen Ausstellungsräume sollen die Tiefsee mit allen Sinnen erfahrbar machen.

Mit Hilfe autonomer Fahrzeuge und Roboter erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die nahezu unbekannte Tiefsee und bringen Erstaunliches ans Licht. Ein neuer Themenraum stellt die Meeresforschung und Meerestechnik vor und ermöglicht Besucherinnen und Besuchern mit einem U-Boot virtuell abzutauchen und die verschiedenen Bereiche des Ozeans zu erkunden – von der Oberfläche bis in die Tiefsee. Außerdem wird dargestellt, wie aufwändig eine Schiffsexpedition ist, welche Gerätschaften zur Erkundung der Meere und zum Bergen von Organismen verwendet werden und welche bemerkenswerten Ergebnisse die Meeresforschung erzielt. Nicht zuletzt wird der Einfluss des Menschen auf die Ozeane thematisiert.

Die neuen Räume entstehen im Rahmen des „Projekts Senckenberg – Neues Museum“. Das Frankfurter Naturmuseum soll im Laufe der nächsten Jahre modular modernisiert und erweitert werden. Es entstehen vier neue Bereiche: Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Sie nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise zu den Anfängen des Menschen, zu den aufregendsten Plätzen der Erde, in die Weiten des Universums und beleuchten die Zukunft unseres Planeten. Das Naturmuseum wird Naturforschung verständlich und aktuell präsentieren und vermitteln. Der Einsatz faszinierender Inszenierungen, Raum-in-Raum Installationen und die Anwendung neuer Medien ist ein fester Bestandteil der Ausstellungskonzepte.

Die Themenräume „Meeresforschung“ und „Tiefsee“ befinden sich im 2. Obergeschoss des Naturmuseums, das zukünftig den Lebensräumen der Erde gewidmet sein wird. Hier entsteht ein Rundgang entlang eines Höhengradienten, der in der Tiefsee beginnt und mit dem Hochgebirge endet. Als nächster Themenraum nach „Tiefsee“ und „Meeresforschung“ wird der Raum „Korallenriff“ Ende 2020 eröffnet.

Wissenschaftspartner GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

 

 

Von Meeresforscher Pedro Martinez aus der Tiefsee gefischt: Fangzahn (Anoplogaster cornuta). Ab dem 19. Dezember ist das Präparat in dem neuen Ausstelungsraum „Tiefsee“ zu bestaunen. Foto: Senckenberg/Tränkner

Von Meeresforscher Pedro Martinez
aus der Tiefsee gefischt: Fangzahn
(Anoplogaster cornuta). Ab dem 19.
Dezember ist das Präparat in dem
neuen Ausstelungsraum „Tiefsee“ zu
bestaunen.
Foto: Senckenberg/Tränkner

 

Ein Modell der leuchtenden TiefseeQualle Atolla wyvillei, auch „Alarmqualle“ genannt. Ab dem 19.12.2019 zu sehen im neuen Themenraum „Tiefsee“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. Foto Senckenberg/Tränkner

Ein Modell der leuchtenden TiefseeQualle Atolla wyvillei, auch
„Alarmqualle“ genannt. Ab dem
19.12.2019 zu sehen im neuen
Themenraum „Tiefsee“ im
Senckenberg Naturmuseum
Frankfurt.
Foto Senckenberg/Tränkner

 

Visualisierung des Raums „Meeresforschung“ (Eröffnung 19.12.2019). Visualisierung: Atelier Brückner

Visualisierung des Raums
„Meeresforschung“ (Eröffnung
19.12.2019).
Visualisierung: Atelier Brückner

 

Visualisierung des Raums „Tiefsee“, (Eröffnung 19.12.2019). Visualisierung: Atelier Brückner

Visualisierung des Raums „Tiefsee“,
(Eröffnung 19.12.2019).
Visualisierung: Atelier Brückner