Commerzbank-Stiftung ist Initiativförderer für den Neu- und Umbau des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt. Metzler schließt sich an.

Frankfurt, den 12.6.2015. Die Commerzbank-Stiftung ist Initiativförderer des Um- und Neubaus des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt am Main. Die Stiftung stellt eine beachtliche Summe für den Umbau und die Neukonzeption des Museums zur Verfügung. Metzler schließt sich mit einer namhaften Zuwendung an. Ein erster Schritt zur Finanzierung des Neubaus, für den insgesamt 56 Millionen Euro benötigt werden, ist somit geleistet. Unter dem Titel „Die Welt baut ihr Museum“ möchte Senckenberg weitere Spender für das Projekt begeistern und als Unterstützer gewinnen. Der Kampagnenclaim spiegelt Senckenberg als ein Institut wider, das in 116 Ländern der Erde an Forschungsvorhaben beteiligt ist und Sammlungen aus aller Welt beherbergt. Das bunt gestreifte Bauband ist gleichzeitig Spendenmeter und Leitmotiv der Kampagne.

„Wir freuen uns sehr, dass uns die Commerzbank-Stiftung und Metzler bereits signifikante Mittel zugesagt haben. Damit ist der erste Baustein für die Neugestaltung des Naturmuseums gelegt und wir hoffen, dass viele weitere folgen. In der Forschung gehört Senckenberg längst zur Weltspitze. Es ist an der Zeit, auch das Museum auf eine neue Qualität zu heben, denn wir sind überzeugt, dass die Vermittlung unserer Forschung für die Gesellschaft immer wichtiger wird“, äußert sich Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Dr. h.c. Beate Heraeus, Präsidentin der Gesellschaft, merkt an: „Senckenbergs Forschungsfeld sind die natürlichen Grundlagen unseres Lebens – und damit die Erde als Ganzes. So innovativ und umfassend wie die Senckenberg- Forschung soll auch die Präsentation unserer Themen im neuen Museum sein. Damit wollen wir die Menschen noch mehr für Naturthemen begeistern und auch sensibilisieren. Wir haben uns deshalb für das Kampagnenmotto ‚Die Welt baut ihr Museum‘ entschieden und zählen insbesondere auf die Unterstützung der Frankfurter Bürgergesellschaft bei der Errichtung des neuen Senckenberg Naturmuseums für alle.“

Dr. h. c. Klaus-Peter Müller, Vorsitzender des Kuratoriums der Commerzbank-Stiftung, erläutert das Engagement: „Kinder und Erwachsene können im neuen Senckenberg Museum eine tatsächliche Entdeckungsreise machen. Neugier und Interesse sind hier die Schlüsselwörter. Sie sind auch Grundpfeiler der kulturellen Bildung, für die wir uns als Commerzbank-Stiftung im Sinne einer zukunftsfähigen Gesellschaft einsetzen.“

„Das Senckenberg ist seit der Gründung 1817 eine Frankfurter Erfolgsgeschichte. Metzler war von Anfang an dabei und wird diese Entwicklung weiter aktiv fördern. Wir wünschen uns, dass viele Frankfurter dabei mitmachen“, sagt Friedrich von Metzler.

Das Museumskonzept folgt einem neuen, ganzheitlichen Ansatz, der auch Maxime für Senckenberg ist und die enge Verbindung von Natur und Kultur reflektiert. Es greift die Themen-Tetralogie „Mensch – Erde – Kosmos – Zukunft“ auf, deren Komponenten systemisch unmittelbar gekoppelt sind.

Der neue Ausstellungsbereich „Mensch“ wird die Evolution des Menschen und seine Biologie umfassen. Kern der Dauerausstellung des Museums bleibt das Thema „Erde“, welches die komplexe Lebenswelt erfahrbar macht und über die Artenvielfalt hinaus auch die Vielfalt der Lebensräume erlebbar macht. Der „Kosmos“ als drittes Themenfeld wird die Entstehung des Universums, der Planeten sowie die Weltraumforschung behandeln und ein Planetarium umfassen, das gemeinsam mit dem Physikalischen Verein betrieben wird. Mit dem Bereich „Zukunft“ will Senckenberg aktuelle Forschungsergebnisse und wesentliche Fragen zur Zukunft des Lebens auf der Erde aufgreifen und die großen Herausforderungen wie etwa Klimawandel und Artenverlust behandeln. Auch wird es im neuen Senckenberg Naturmuseum wieder Raum für große Sonderausstellungen geben. Insgesamt vergrößert sich die reine Ausstellungsfläche von 6.000 auf rund 10.000 Quadratmeter. Die Commerzbank-Stiftung fördert mit ihrer Zuwendung insbesondere den Bereich „Bildung und Vermittlung“. Die Zuwendung von Metzler dagegen fördert im Thema „Mensch“ hauptsächlich den Bereich „Kommunikation und Sprachentwicklung“.

Der geplante Um- und Erweiterungsbau des Senckenberg Naturmuseums, der den bereits laufenden Umbau der Forschungs- und Sammlungsflächen ergänzt, wird rund 56 Millionen Euro kosten. Zur Finanzierung ist Senckenberg auf die Unterstützung von Sponsoren und Förderern angewiesen. Daher beginnt Senckenberg die Fundraisingkampagne „Die Welt baut ihr Museum“, die in den nächsten Monaten weiterentwickelt wird. Die Fundraisingkampagne richtet sich an Mäzene, Konzerne, Unternehmen und Stiftungen ebenso wie an jeden einzelnen Bürger – ganz im Sinne der Tradition der Bürgergesellschaft, die am 22. November 1817 als „Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft“ von Frankfurter Bürgern gegründet wurde. Dabei soll sowohl in der Rhein-Main- Region, dem Haupteinzugsgebiet des Senckenberg Naturmuseums, als auch überregional, deutschlandweit und sogar international für ein Engagement bei Senckenberg geworben werden.

„Alle sind herzlich eingeladen, ihre Begeisterung für Natur, Naturforschung und Naturbildung durch die Unterstützung der Senckenberg-Museumserweiterung zu zeigen“ so Dr. Martin Čepek, Leiter für Zentrale Museumsentwicklung bei Senckenberg und Kopf der Kampagne. „Hierbei hilft jeder Beitrag, auch wenn er noch so klein ist. Unabhängig von der Art und Höhe des Engagements wird sich

jeder Unterstützer im neuen Senckenberg Naturmuseum, welches wir 2020 eröffnen möchten, wiederfinden“, verspricht Čepek. Die Kampagne wird ein vielfältiger Mix aus Formaten sein, bei denen Senckenberg mit Hilfe eines Netzwerks aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen, Vorträge, Programme und Highlights der Forschung präsentieren wird. Ab sofort finden sich aktuelle Informationen zum Umbauprojekt sowie die Möglichkeit, online zu spenden, unter www.die-welt- baut-ihr-museum.de.

Der Umbau Senckenbergs, das „Projekt Senckenberg“ besteht aus zwei großen Bausteinen: dem neuen Senckenberg Naturmuseum und dem neuen Forschungsinstitut. Die bereits begonnenen Sanierungsarbeiten des Forschungsinstituts in Frankfurt, zu dem nun auch die Gebäude der „Alten Physik“ und des „Jügelbaus“ gehören, finanzieren das Land Hessen und der Bund.

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