Viel zu heiß zum Arbeiten? Von wegen! Unsere Vorbereitungen für das Neue Museum laufen auch bei sommerlichen Temperaturen auf Hochtouren. Es werden bereits jetzt Sammlungsobjekte, die seit Jahrzehnten ihren Dornröschenschlaf in unserem Lager fristen, für das Neue Museum aufbereitet. Gerade ganz frisch von einem Stuttgarter Team restauriert, freut sich ein über 10.000 Jahre alter Mammutzahn darauf, als Dauerexponat im Bereich „Kaltzeiten“ im Neuen Museum ausgestellt zu werden. Die lange Lagerung hatte deutliche Spuren am Elfenbein hinterlassen – es wurde im Laufe der Zeit rissig und morsch. Dank der Ausbesserung beschädigter Stellen und einer Festigung des Mammutzahns mit Kunstharzen erstrahlt er jetzt wieder in altem Glanz.

Doch woher stammt dieser eindrucksvolle Zeuge längst vergangener Zeiten eigentlich? Gefunden wurde der Stoßzahn in den Rheinschottern bei Bensheim. In dieser Gegend befand sich während der Würm-Kaltzeit eine sog. Mammutsteppe, der typische Lebensraum der pflanzenfressenden Giganten. Wir freuen uns sehr, dass der Zahn nun bereit für Ihre neugierigen Blicke ist.

So wie der Stoßzahn warten auch noch viele weitere unserer rund 40 Mio. Objekte auf ihre Restaurierung, wofür wir uns über Ihre Unterstützung freuen. Um Ihnen die Wartezeit bis zur Museumseröffnung etwas zu verkürzen, werden wir Sie auf dieser Seite über die Fortschritte der Restaurierungen auf dem Laufenden halten.

Sie müssen jedoch nicht bis zur Eröffnung des Neuen Museums warten: Der Mammutstoßzahn wird bereits ab dem 29. September in der Sonderausstellung „Faszination Vielfalt“ präsentiert.

Bis dahin – bleiben Sie gespannt!

 

Für das Restaurationsteam war der morsche Mammutzahn eine große Herausforderung. Die jahrzehntelange Lagerung hatte deutlich sichtbare Spuren am Elfenbein hinterlassen.

Für das Restaurationsteam war der morsche Mammutzahn eine große Herausforderung. Die jahrzehntelange Lagerung hatte deutlich sichtbare Spuren am Elfenbein hinterlassen.

 

Neben traditionellen Restaurationstechniken wie der Festigung beschädigter Stellen wurden auch moderne Werkzeuge wie beispielsweise ein Schweißgerät eingesetzt.

Neben traditionellen Restaurationstechniken wie der Festigung beschädigter Stellen wurden auch moderne Werkzeuge wie beispielsweise ein Schweißgerät eingesetzt.

 

Mit beiden Enden sicher verpackt, wartet der fertig restaurierte Stoßzahn hier auf seinen Transport ins Senckenbergmuseum.

Mit beiden Enden sicher verpackt, wartet der fertig restaurierte Stoßzahn hier auf seinen Transport ins Senckenbergmuseum.